Leistungen · Datenbank-Migration

Von Oracle zu PostgreSQL

Die Oracle-Lizenz steht jedes Jahr wieder zur Diskussion, aber niemand kann seriös sagen, was ein Wechsel auf PostgreSQL tatsächlich kosten würde. Also bleibt alles beim Alten. Das Migrations-Assessment liefert genau diese fehlende Zahl: Bestandsaufnahme, Aufwands- und Risikoeinschätzung, Entscheidungspapier. 3 Tage remote, 4.500 € netto.

Die Frage, die seit Jahren offen ist

Irgendwann kommt in jedem Haus mit Oracle-Datenbanken dieselbe Frage auf: Muss das eigentlich sein? Die Lizenz- und Supportkosten stehen fest im Budget, das Thema Herstellerabhängigkeit steht seit Jahren auf irgendeiner Risikoliste, PostgreSQL ist erwachsen geworden und kostet keine Lizenz.

Dann rechnet jemand die Ersparnis aus, alle nicken und danach kommt die Frage, an der es jedes Mal hängt: „Und was kostet uns der Wechsel?" Darauf hat niemand eine Antwort, die man einem Vorstand vorlegen könnte. Schätzungen schwanken zwischen „ein paar Wochen" und „das machen wir nie".

Also passiert nichts und die Lizenz wird verlängert. Nicht weil die Migration unmöglich wäre, sondern weil die Entscheidungsgrundlage fehlt. Diese Zahl zu liefern ist der Zweck des Assessments.

Was das Assessment konkret liefert

In 3 Tagen Remote-Arbeit nehmen wir Ihre Oracle-Landschaft gemeinsam auseinander und Sie bekommen ein Papier, mit dem sich entscheiden lässt:

1

Inventar der Datenbank-Objekte

Schemata, Tabellen, Views, Sequences, Trigger, Packages, Prozeduren und Funktionen, werkzeuggestützt ausgezählt und in Aufwandsklassen einsortiert. Die Zählung ist vollständig, die Bewertung erfolgt nach Objektklasse und an Stichproben, nicht Zeile für Zeile. Die meisten Häuser wissen selbst nicht genau, wie viel Logik über die Jahre in der Datenbank gelandet ist.

2

Bewertung der PL/SQL-Basis

Welcher Code läuft mit überschaubarer Anpassung in PL/pgSQL, welcher braucht echte Neuentwicklung und welcher gehört ohnehin nicht mehr in die Datenbank. Das ist der Posten, der Migrationsprojekte teuer macht.

3

Landkarte der angehängten Anwendungen

Welche Systeme greifen wie auf die Datenbank zu, welche Treiber und Schnittstellen sind betroffen und wo ist mit Oracle-spezifischem SQL im Anwendungscode zu rechnen. Erhoben wird das im Gespräch mit Ihren Anwendungsverantwortlichen und an Stichproben. Eine vollständige Code-Analyse ist in 3 Tagen nicht leistbar und wird hier auch nicht behauptet. Der Aufwand liegt selten nur in der Datenbank.

4

Aufwands- und Risikoeinschätzung

Realistische Bandbreite in Personentagen, aufgeteilt nach Datenbank, Anwendungen und Test. Dazu die Risikoliste: was kann schiefgehen, was ist der Rückfallweg, welche Punkte sind vor einer Entscheidung noch zu klären.

5

Entscheidungspapier mit Empfehlung

Ein Dokument, das Sie intern weiterreichen können, mit klarer Empfehlung. „Lasst es" ist ein zulässiges Ergebnis und kommt vor. Ein Assessment, das immer zur Migration rät, wäre kein Assessment, sondern ein Verkaufsgespräch.

6

Fahrplan für den ersten Schritt

Falls die Empfehlung positiv ausfällt: welches Schema oder welche Anwendung sich als Pilot eignet, in welcher Reihenfolge sinnvoll vorzugehen ist und was Ihr Team dafür können muss.

So arbeiten wir zusammen

Ihre DBAs kennen die Landschaft, ich kenne das Ziel.

Das Assessment ist bewusst als gemeinsame Arbeit angelegt, nicht als Prüfung von außen. Der Grund ist einfach: Niemand versteht Ihre über Jahre gewachsene Oracle-Umgebung besser als die Leute, die sie betreiben. Ein Externer, der behauptet, das in 3 Tagen im Alleingang zu durchdringen, verkauft Ihnen eine Illusion.

Meine Rolle ist die andere Seite: die PostgreSQL-Zielarchitektur und die Methodik. Was läuft dort genauso, was läuft anders, was gibt es schlicht nicht. Wo PL/SQL-Konstrukte in PL/pgSQL eine direkte Entsprechung haben und wo nicht. Wie man den Aufwand so schneidet, dass er schätzbar wird.

Damit das funktioniert, brauche ich von Ihnen wenig, aber das verbindlich: lesenden Zugriff auf das Data Dictionary der betroffenen Datenbanken oder dessen Auswertung durch Ihre DBAs, Gesprächspartner aus Datenbank- und Anwendungsbetrieb für die gemeinsamen Sessions und eine Liste der Systeme, die an der Datenbank hängen. Schreibrechte auf Produktivsystemen sind ausdrücklich nicht nötig.

Konkret heißt das: 2 bis 3 gemeinsame Sessions mit Ihren Datenbank- und Anwendungsverantwortlichen, dazwischen Auswertung meinerseits. Durchführung remote per Bildschirmübertragung oder temporärem Zugang. Vor Ort auf Anfrage, dann mit transparent abgerechneten Reisekosten.

Wann das Assessment passt und wann nicht

Das Assessment ist richtig, wenn…

  • Oracle-Lizenz- oder Supportkosten intern regelmäßig zur Diskussion stehen
  • eine Vertragsverlängerung ansteht und Sie vorher wissen wollen, welche Alternative Sie hätten
  • Herstellerabhängigkeit bei Ihnen ein bewertetes Risiko ist, etwa im öffentlichen Umfeld
  • Sie eigene DBAs oder Datenbankentwickler haben, die mitarbeiten können
  • PostgreSQL im Haus schon vorkommt und die Frage ist, ob es mehr werden soll
  • eine Anwendung ohnehin modernisiert wird und der Datenbankwechsel mitgedacht werden kann

Das Assessment passt NICHT, wenn…

  • Sie eine schlüsselfertige Migration einkaufen wollen, bei der ein Dienstleister alles übernimmt
  • Sie Oracle wegen einer Standardsoftware betreiben, die nur Oracle unterstützt
  • Sie 24/7-Datenbankbetrieb oder Rufbereitschaft für PostgreSQL suchen
  • im Haus niemand Zeit hat, in den 3 Tagen mitzuarbeiten
  • die Entscheidung faktisch schon gefallen ist und nur noch eine Bestätigung gesucht wird

Ablauf

Woche 0 — Kostenloses 30-Minuten-Vorgespräch per Teams-Call. Ich prüfe, ob Ihre Landschaft zum Assessment passt. Wenn sie zu groß ist oder eine Standardsoftware Oracle vorschreibt, sage ich das dort und nicht erst nach Rechnungsstellung.

Woche 1 — Durchführung, 3 Tage remote. Gemeinsame Sessions mit Ihren Datenbank- und Anwendungsverantwortlichen, dazwischen Auswertung und Aufbereitung meinerseits.

Woche 2 — Übergabe des Entscheidungspapiers, mit einer gemeinsamen Durchsprache. Auf Wunsch stelle ich die Ergebnisse auch der Leitungsebene vor.

Festpreis

Ein Paket, ein Preis. Keine Stundenzettel, keine nachträgliche Aufwandsdiskussion. Der Preis deckt die komplette Durchführung inklusive Objektinventar, Aufwandsschätzung, Risikoliste und schriftlichem Entscheidungspapier ab.

LeistungDauerFestpreis
Migrations-Assessment Oracle nach PostgreSQL3 Tage4.500 € netto

Bewusst ohne Größenstaffel: Wie umfangreich Ihre PL/SQL-Basis wirklich ist, findet erst das Assessment heraus. Sollte sich im kostenlosen Vorgespräch zeigen, dass die Landschaft den Rahmen sprengt, sage ich das vorher und wir schneiden es anders zu. Bei Vor-Ort-Durchführung kommen transparent abgerechnete Reisekosten hinzu.

Danach: die Migration macht Ihr Team

Fällt die Entscheidung für den Wechsel, folgt die naheliegende Frage, wer das umsetzt. Meine Antwort ist bewusst nicht „ich". Eine Datenbankmigration dauert Monate, berührt Ihr Kernsystem und braucht Leute, die danach damit leben. Deshalb gehört das Wissen ins Haus und nicht in eine externe Rechnung.

Was ich anbiete, ist die Befähigung dafür: PostgreSQL-Schulung für Ihre Datenbank- und Anwendungsentwickler, die Begleitung beim ersten Schema und danach Rückfragen, wenn es hakt. Das erste Stück machen wir gemeinsam, den Rest macht Ihr Team allein. Der Umfang richtet sich nach Teamgröße und Migrationsumfang, typischerweise sind es 3 bis 5 Tage. Konkret abgestimmt wird das im Vorgespräch.

Wenn Sie stattdessen ein Team suchen, das die Migration komplett übernimmt und anschließend den Betrieb stellt, sind spezialisierte PostgreSQL-Dienstleister die richtige Adresse. Das sage ich Ihnen im Vorgespräch offen, statt ein Projekt anzunehmen, für das ich nicht der passende Partner bin.

Warum ich

Ich unterrichte PostgreSQL als Dozent an der GFU Cyrus AG in Köln, über mehrere Kurse hinweg: den praktischen Einstieg, die Grundlagen relationaler Datenbanken und den Kurs zur Migration von Oracle. Wer ein Thema mehrfach vor Teilnehmern vertreten muss, die es anschließend im eigenen Haus anwenden, kann es nicht oberflächlich beherrschen.

Dazu kommen über 20 Jahre Datenbankentwicklung im Enterprise-Umfeld: SQL Server, DB2 und die dazugehörigen Migrationen, Schnittstellen und Reporting-Strecken. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie viel Geschäftslogik sich über die Jahre in Datenbanken ansammelt und warum genau das der teure Teil jedes Wechsels ist.

Was ich nicht behaupte: dass ich Ihre Oracle-Umgebung besser kenne als Ihre DBAs. Das Assessment ist deshalb als gemeinsame Arbeit geschnitten. Sie bringen die Kenntnis Ihrer Landschaft ein, ich die Zielseite und eine Methodik, die aus beidem eine belastbare Zahl macht.

Zum Weiterlesen

Bevor Sie ein Assessment beauftragen, lohnt der Blick in den ausführlichen Artikel Von Oracle zu PostgreSQL: was die Migration wirklich kostet. Er erklärt, warum die eingesparte Lizenz nicht die eigentliche Rechnung ist und welche 4 Posten den Aufwand tatsächlich treiben.

Nächster Schritt

Unverbindlich anfragen

30-Minuten-Vorgespräch per Teams-Call, kostenlos und ohne Verpflichtung. Dort klären wir, ob ein Assessment in Ihrer Situation überhaupt sinnvoll ist.

Vorgespräch anfragen

Erst noch informieren? Was eine Migration von Oracle zu PostgreSQL wirklich kostet

Tommy Drzewosz
Tommy Drzewosz
IT- & KI-Architekt, Trainer und Fullstack-Entwickler mit über 20 Jahren Erfahrung im Enterprise-Umfeld. Aktiver Dozent für PostgreSQL an der GFU Cyrus AG, Köln, unter anderem für den Kurs zur Migration von Oracle. Microsoft- und IBM-zertifiziert in .NET und Datenbank-Technologien. Red Dot Award 2019. Mein Schwerpunkt liegt dort, wo Datenbanken und Anwendungen zusammenhängen: bei der Geschäftslogik, die über Jahre in Prozeduren und Triggern gelandet ist und bei jeder Migration den Ausschlag gibt.